Arbeiten im Juli

Mit dem Mitte Juni beginnt durch die Blüte der Brombeere und der Linde die Sommertracht. Diese stellt in vielen Regionen die letzte nennenswerte Tracht des Jahres dar. Mit Ende der Lindenblüte klingt die Tracht ab, sodass in diesem Zeitraum die letzte Honigernte des Jahres erfolgt.

Am 1. Juli ist Varroatag: Es sollte jetzt der Varroa-Boden für 3 Tage eingeschoben werden, um einen Überblick über die Varroa-Anzahl im Volk zu bekommen. Der natürliche Milbenfall liefert einen wichtigen Überblick über den Befallsgrad der einzelnen Völker und dient als Entscheidungsgrundlage für die weiteren Maßnahmen zur Varroabekämpfung. Nach der letzten Honigernte sollte direkt mit der Varroabehandlung begonnen werden.


Wurde die Königin gekäfigt, können in diesem Zuge auch Altwaben und der Baurahmen aus dem Volk entfernt werden und eine Behandlung mit Oxalsäure / Milchsäure erfolgen.
Unmittelbar nach der Entnahme der Honigräume beginnt das Auffüttern. Dabei werden etwa 5 bis 10 Liter Zuckerlösung im Mischungsverhältnis 1 : 1 oder Apiinvert verabreicht, um den Verlust des eingelagerten Honigs auszugleichen und den Völkern die nötige Energie für Brutpflege und Wabenbau bereitzustellen.

 

Um Räuberei zu verhindern wird der Fluglochkeil eingelegt.
Wenn die Varroabehandlung in Form einer Ameisenräurebehandlung erfolgt, könnt ihr dies nach der ersten Futtergabe machen.
Die im Frühjahr oder Frühsommer gebildeten Ableger benötigen weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Sie müssen regelmäßig gefüttert werden, um ihre Entwicklung sicherzustellen. Nach der erfolgreichen Begattung der jungen Königin sind die Ableger schrittweise zu erweitern, damit sie sich zu überwinterungsfähigen Völkern entwickeln können.