Im Dezember ist die Natur weitgehend zur Ruhe gekommen, und auch die Bienenvölker befinden sich in ihrer Winterruhe. Die Bienen sitzen fest in der Wintertraube, die Aktivitäten im Stock sind auf ein Minimum reduziert. Nach außen scheint alles stillzustehen. Mit der Wintersonnenwende jedoch beginnt ganz allmählich der Wendepunkt des Jahres: Die Tage werden wieder länger, und auch wenn es noch nicht sichtbar ist, setzt im Bienenvolk langsam eine neue Entwicklungsphase an.
Die imkerlichen Arbeiten beschränken sich in diesem Monat im Wesentlichen auf die Winterbehandlung gegen die Varroamilbe. Etwa drei Wochen nach mehreren frostigen Nächten besteht die Möglichkeit,
eine Oxalsäurebehandlung durchzuführen. Voraussetzung hierfür ist ein brutfreier Zustand der Völker, da die Oxalsäure ausschließlich auf die auf den Bienen sitzenden Milben wirkt.
Die Behandlung sollte sorgfältig und gemäß den geltenden Anwendungsvorschriften erfolgen, um eine möglichst hohe Wirksamkeit bei gleichzeitig geringer Belastung der Bienen zu erreichen. Um im
folgenden Jahr den Honig vermarkten zu dürfen, muss sie Traufelbehandlung bis zum 31.12. erfolgen. Nach der Oxalsäurebehandlung gilt es, die Völker wieder vollständig in Ruhe zu lassen, damit sie
ungestört in das neue Bienenjahr starten können.
